Gourmandises Françaises

Et voilà, on déguste: Gourmandises Françaises

23. Juli 2014
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Meine Begeisterung für die französische Küche ist nicht mehr wirklich einen Bericht wert und wird wahrscheinlich auch keinen überraschenden Aufschrei nach sich ziehen. Schließlich erforschen meine Geschmackspapillen seit vielen Jahren die Weiten und Aromen Frankreichs, vom traditionellen Handwerk über moderne Tellergerichte bis zur großen Produkt- und Zutatenvielfalt. Wenn ich von Frankreich und seinen Delikatessen erzähle, weiten sich meine Pupillen, beschleunigt mein Herzschlag, röten sich die Wangen. Und mein Gegenüber kommt in den seltensten Fällen schnell davon, weil sich meine Erläuterungen in schwärmerischen Wortschlangen ergießen.

Obgleich der Enthusiasmus meiner Berichterstattung oft Nicken, Lächeln, Verständnis und manchmal sogar Beipflichtung entlockt, gibt es auch genug Momente, in denen ich Fragezeichen in den Augen flackern sehe. Nicht jeder war schon einmal in Frankreich, hat den Duft der Delikatessen eingesogen oder die französische Küche intensiv erforscht.

Manchmal stecken noch alte Frankreichklischees in den Köpfen, die sich vom Froschschenkel über blätterteigbehaubte Suppenterrinen bis hin zur wuchtigen Nouvelle Cuisine der 70er und 80er Jahre erstrecken. Während der Coq au Vin sich spätestens seit seichtem deutschen Kinokreationen seltsamerweise als französisches Nationalgericht in die Köpfe gebrannt hat, sind die spannendsten Facetten, Zutaten, Aromen und Gerichte den weniger Frankophilen weitestgehend unbekannt.

In mancher Situation, konfrontiert mit einseitigen oder vorurteilsschwangeren Fantasien, muss ich deshalb beherzt – teils auch mit Délices bewaffnet – einschreiten und schwärmen, schwärmen, schwärmen, erklären, erzählen, Häppchen unter die Nase halten. Unter Einsatz all meiner Begeisterungsfähigkeit und mit den strahlenden Augen, die Frankreich jedes Mal aufs Neue zum Leuchten bringt.

Was sich in einigen Jahren an Gedanken gebündelt und sich dabei nicht nur zu einer allumfassenden Passion, sondern auch zu einer Überzeugung transformiert hat, ist nun auch ein konkretes Vorhaben geworden. Denn der Finesse und Eleganz der Kleinigkeiten, der großen Liebe für handgemachte Produkte und dem Facettenreichtum der Speisekarten gebührt unbedingt mehr Aufmerksamkeit. Anlass genug um die Stilbandbreite der Cuisine Française – die von ländlich-rustikal bis mondän-elegant so ziemlich alle Spielarten beherrscht – in leicht verdauliche Einzelteile zu zerlegen und in Amuse-Bouche-Manier häppchenweise Zutaten, Produkte, Speisen, Eigenarten, Anekdoten zu servieren.

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Et voilà: die Serie „Gourmandises Françaises“ ward geboren. Was euch da erwartet? Wunderbares, wie ich ganz persönlich finde. Einblicke in Aromen, Geschmäcker, Düfte, Kultur, Genussmomente und die verschiedenen Seiten des französischen Seele. Nicht pedantisch von A bis Z, sondern kunterbunt und abwechslungsreich durch das gesamte Alphabet und die Unendlichkeit der kulinarischen Welt.

Ob diese Serie irgendwann ein Ende nehmen wird bleibt ein großes Geheimnis, auch für mich. Denn ein spontanes Notieren der Ideen brachte umgehend 96 mögliche Einträge – und das waren nur die ersten Gedankenergüsse aus einer halben Stunde begeistertem Denken. Es liegen also viele kulinarische Köstlichkeiten vor uns und ein Ende des kulinarischen Alphabets ist lange nicht in Sicht. Das Ende mag aber eigentlich sowieso niemand von Anfang wissen. Deshalb geht es nun einfach los. Trotz der angekündigten Reihenfolgelosigkeit mit einem A, das im Deutschen nach Auftakt, Anfang, Ausflug und Aufregung klingt, im Französischen dagegen nach Arômes, Aventure, Amour – und nach Abricots. Die erste zuckersüße Überraschung bei den Gourmandises Françaises.

On y va! Auf zu den Gourmandises Françaises

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