ALLGEMEIN GENUSSKULTUR LEBEN

Ein Danke an die Zukunft

6. Januar 2014
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Willkommen im neuen Jahr!

Ich habe mich rund um die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel ferngehalten vom Blog und die Zeit mit Weinbüchern und lieben Menschen verbracht. In der Masse der Jahresrückblicke, die mittlerweile selbst automatisiert von facebook erhältlich sind, hatte ich plötzlich keine Lust mehr, das Innen nach außen zu kehren und mich viel eher darauf konzentriert, das Außen auch mal wieder nach innen zu transportieren und zu realisieren, was da im letzten Jahr alles in meinem Leben geschah und wie es, durch den Rückspiegel betrachtet, sich im Jahresverlauf entwickelte und größer wurde.

Ich übte mich in Dankbarkeit für die Dinge, die waren und sind: die Menschen, die mich bis in unbekannte Winkel meiner persönlichen Entwicklung begleiten und mir selbst dann noch Rückhalt bieten, wenn sich die restliche Welt abwendet. Aber auch diejenigen Menschen, die mir nur bis zu einem bestimmten Punkt dieses Weges gefolgt sind und denen ich dann fremd wurde, weil so viel Veränderung in mein Leben eingezogen ist.

Aus Alt wird Neu

Schon zu Weihnachten brach ich mit allen Traditionen und feierte erstmalig bewusst ohne Familie. Silvester verbrachte ich mit Jenen, die mir lieb und unersetzlich teuer sind: meiner Zweitfamilie, meiner ureigenen Zuversicht sowie meiner Genussfähigkeit in Form eines wunderbaren mehrgängigen Essens und einiger Flaschen Wein und Champagner.

Was eigentlich das Alte besiegeln soll wurde symbolisch für das Neue. Denn aus einem Silvesterabend wurde unerwartet auch der Neujahrsauftakt. Wir schlemmten bis in die frühen Morgenstunden mit Tiefenentspannung und Lebensfreude, abseits jeglicher Mitternachtserwartung, legten dann eine wohltuende Schlafpause ein und opferten die Flasche Champagner erst am Mittag des Neujahrstags zu den verbliebenen Gängen des Menüs, die wir bis zum Abend zelebrierten.

Am Abend des 1. Januar manifestierte ich dann noch schriftlich, ganz oldschool-like mit Füller und Papier, wie mein 2014 werden soll. Während das letzte Jahr mit dem Titel „Alles anders“ zusammengefasst werden kann (so einfach ist ein Jahresresumée), weht über dem Neuen die Flagge „Volle Kraft voraus!“.

 

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Volle Kraft voraus

Ich habe kleine und teilweise auch größere Visionen davon, was ich dieses Jahr erleben, fühlen und lernen möchte, in welchen Bereichen ich wachsen und stärker werden will und welche anderen hingegen nicht mehr zu dieser Zeit gehören und daher in der Vergangenheit bleiben sollen. Meine Vorhaben sind gefüllt von Emotionen und großer Begeisterung und erstrecken sich beim Denken in lange Ketten genussvoller Perlen, die – so macht es der Champagner vor – immer nach oben aufsteigen. Sie leuchten mit der Kraft warmer, zuversichtlicher Farben und strahlen dabei große Klarheit aus. Klingt ein bisschen nach weinverschuldeter Küchenphilosophie? Durchaus!

Statt des Alten möchte ich deshalb etwas auf den ersten Blick zugegebenermaßen recht kühn Wirkendes tun: ich will mich schon einmal im Voraus bedanken für alles was in diesem Jahr geschehen wird. Es mag ein wenig verrückt klingen, sich für Dinge zu bedanken, die noch nicht da sind, aber gerade deshalb passt es so gut zu mir. Aus diesem Grund habe ich eine kleine Ode an die Zukunft geschrieben. Damit sie auch alles mitbringt, was ich mir wünsche, und dabei nichts, aber auch rein gar nichts vergisst.

Ein Danke an die Zukunft

Merci für alle Freunde, die mich in diesem Jahr begleiten und mit mir zusammen das große Ganze sehen wollen statt nur die kleinen Einzelteile.

Merci für alle mutigen Mitstreiter, die den Ängsten der Veränderung mit mir gemeinsam ins Gesicht lachen und sich im Leben bewegen statt stillzustehen.

Merci für alle Menschen, die mir Neues zutrauen und Außergewöhnliches anvertrauen statt nach aufgefrischten oder überarbeiteten Kopien des Alten und Existierenden zu fragen.

Merci für alle Gelegenheiten, die mir in den Schoß gelegt werden, große und kleine, auch wenn sie nicht auf dem Silbertablett hereingetragen werden.

Merci für alle Herausforderungen, die mich dazu bringen all mein Wissen einzusetzen und sämtliche Fähigkeiten aus den letzten Ecken meiner Persönlichkeit hervorzukramen um daran zu wachsen.

Merci für alle Überraschungen, deren unvorhergesehenes Auftauchen mich aus meiner Komfortzone und der Bequemlichkeit der Routine brechen lässt.

Merci für alle Momente und Situationen, deren Bedeutungskraft so groß ist, dass sie mich zum Lachen, Weinen, Innehalten, Staunen, Nachdenken und Ichsein bringen.

Merci für jede Veränderung, die mein Leben so sehr aufwirbelt, dass sie alle Pläne neu sortiert und mein Herz zum Pochen bringt.

Merci für jedes Wort, das andere Menschen an mich richten werden, um mehr über mich, mein Tun und meine Ansichten zu erfahren.

Merci für jeden Tellerrand, über dessen Grenzen ich mich hinwegsetze um zu schauen was sich dahinter für Geheimnisse und Möglichkeiten verbergen.

Merci für jeden Genuss, den ich durch bewusstes Hören, Sehen, Schmecken, Riechen und Fühlen wahrnehmen kann und jeden Augenblick, der mir Nuancen zwischen diesen Ebenen schenkt.

Merci für jede Flasche Wein, die den Weg zu allen Vorhaben pflastern wird, völlig gleich ob gerade abgefüllt, frisch entkorkt oder bis auf den letzten Tropfen ausgetrunken.

Merci für alle, die sich daran beteiligen, dem Jahr schon einmal im Voraus zu danken, mit besten Hoffnungen, großen Wünschen und noch größerem Veränderungswillen.

Mein liebes 2014, das größte Merci gehört Dir.
Weil Du mich unermüdlich meine Danksagungen überprüfen lassen, all meine Vorhaben durch kräftiges Rütteln und Wanken auf Echtheit überprüfen und mir währenddessen noch ganz andere „Merci“ soufflieren wirst, die ich jetzt vergessen oder bislang nicht einmal angedacht habe. Ich werde nicht an Dir zweifeln und Dir Deinen freien Willen lassen. Und jetzt lass uns bitte loslaufen! Mitten rein ins Abenteuer.

Auf das Neue!

Genießt dieses Jahr, mit all seinem Momentum und Wandel.
Und stoßt darauf an, am besten jeden Tag, mit vollen Gläsern und großen Hoffnungen.

 

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  • timo 6. Januar 2014 at 21:18

    immer dabei, wenn auch still und leise …
    immer fasziniert, beeindruckt, begeistert …
    … und voller Respekt, für all den Mut, die Schaffenskraft und die Leidenschaft!

    glücklich, einst einen Kalender begonnen zu haben, der eigentlich noch nie geendet hat …!

  • Genuss bringt Menschen zusammen.
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