Bref Bref c'est bon ESSEN

Bref, cest bon! {Macarons von Pierre Hermé Paris}

18. August 2015
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Es passiert nicht jeden Tag, dass ich von Pâtisseriewerken schwärme. Denn ich bin in dieser Hinsicht ein vom Institut Paul Bocuse verdorbenes Anspruchsmonster. Wer einmal gelernt und geschmeckt hat, wie die Dinge sind, wenn sie gut sind, schmilzt nicht mehr so leicht dahin für das nächstbeste Croissant, Éclair und schon gar nicht für alle Macarons, die zwar in Farbvielfalt und Menge, leider aber nur äußerst selten in handwerklichem Bestzustand die Welt überfluten.

Eine große Liebe verbindet mich jedoch mit Pierre Hermé und seiner Gebäckkunst. Was in meinen kulinarischen Anfängerzeiten die Luxemburgerli von Sprüngli in der Schweiz waren, wechselte irgendwann zu Pierre Hermé.

Sein Buch „Macarons“ hat mir nicht nur einmal beim Experimentieren geholfen. Man darf nicht erwarten, dass seine Bücher einfache und gelingsichere Rezepte liefern, denn der Meister hält einige Geheimnisse seiner Kunst zurück. Doch er gibt ausreichend Hinweise und Kniffe, mit welchen sich der findige Macaron-Vernarrte voranhangeln kann. Seitdem ich glaube Herr (bzw. Frau) dieser Kniffe geworden zu sein, hat sich nicht nur mein Anspruch an gekaufte Macarons ins Unermessliche gesteigert, sondern auch das Ansehen den wahren Pâtissiers gegenüber, die diese Kunst tagtäglich ausüben.

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Neben der grundlegenden Kunst der perfekten Konsistenz und Textur schafft es Pierre Hermé auch immer wieder, durch herausragende Aromenkombinationen zu bestechen. Nicht durch die wildeste oder schockierendste Vermengung geschmacklicher Kontraste, sondern durch die Kunst die Aromen so zu vermählen, dass sie in Intensität und Kombination wirken als seien sie füreinander oder gar miteinander erschaffen worden.

Es wundert daher nicht, dass meine Lieblingskreationen nicht aus dem klassischen Sortiment, sondern meist aus seinen viel kreativeren „Signature Macarons“, „Fetish Macarons“ oder „Made-to-measure Macarons“ stammen. Zu meinen absoluten Lieblingen gehören „Ispahan“, die Kombination aus Litschi, Rose und Himbeere, „Jasmine“, das in Zusammenarbeit mit Jean Patou Parfums entstand, „Éden“, eine Vermählung von Pfirsich, Aprikose und Safran“ und „Mogador“, Milchschokolade mit Passionsfrucht.

Wer an das süchtigmachend gute Zeugs rankommen will, muss allerdings reisen. 15 Boutiquen in seiner Hauptwirkungsstätte Paris und 3 Verkaufsstätten in London bieten in Europa mal Macarons und Schokolade, mal seine Pâtisserie Kunstwerke. Wer sich dort nicht entscheiden kann, muss nach Japan oder in seine Boutiquen in weiteren Ländern. Aber ganz ehrlich: diese Macarons sind wirklich jede Reise wert.

Wo?

Alle Boutiquen von Pierre Hermé findet ihr hier.

 

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3 Comments

  • Reply Bref, c'est bon! {Eis-Macaron-Sandwich Pierre Hermé Paris} 1. September 2015 at 11:31

    […] Mal, das ich von Pierre Hermé schwärme. Was ich von seinen Macarons schon berichtet habe ist hier nachzulesen. Doch neulich in Paris kam ich endlich auch einmal in den Genuss der Eis-Sandwiches, […]

  • Reply Nele 18. August 2015 at 20:51

    Pierre Hermé… einfach umwerfend, sowohl das Macaron-Buch als auch das PH10. Ich glaub, ich muss nächstes Jahr unbedingt reisen. 🙂

    Schokoladige Grüße,
    Nele

    • Genusssucht
      Reply Genusssucht 18. August 2015 at 21:49

      Ja, das solltest Du, Nele 🙂 Fantastischer Süßkrams ist das, den es da bei Pierre Hermé gibt. Natürlich auch eine Menge Pralinen zum Entdecken für dich. Und wenn Du schon nach Paris kommst (den Reiseort habe ich gerade für dich festgelegt), dann machst du auch einen Stopp in der Champagne, ja? 🙂

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